Bandagen Leib und Rumpf

PDF
Drucken
E-Mail
Geschrieben von: Administrator
Donnerstag, den 25. Februar 2010 um 07:51 Uhr

Bandagen sind körperumschließende oder körperanliegende, meist konfektionierte Hilfsmittel.

Ihre Aufgabe besteht darin, Muskeln und Gelenke zu unterstützen, zu stabilisieren und zu lenken. Bandagen haben eine begrenzte Tragedauer. Sie sollten nur bei Aktivität angelegt und bei langem Sitzen oder nachts abgelegt werden. Bandagen verbessern die Propriozeption. Doch was versteht man darunter genau? Der Mensch orientiert sich an seiner Stellung im Raum an drei verscheidenen Organsystemen. Die Augen (wo stehe ich?), dem Innenohr (stehe ich gerade?) und über die kleinsten Signalgeber, die an vielen Stellen unter der Haut angeordnet sind. Diese nennt man Propriozeptoren (oder auch Rezeptoren). Es handelt sich dabei um kleinste Sinnesorgane, die Reize (z. B. Umknicken) aufnehmen, verarbeiten, an das Gehirn weiterleiten und die erforderliche Reaktion auslösen. Durch den Druck einer Bandage werden diese Sinne zusätzlich geschärft und die Rezeptoren sozusagen in "Hab-Acht-Stellung" versetzt.


Die vier eingearbeiteten Spannfedern können perfekt der Anatomie des Patienten angepasst werden. Die propriozeptiv wirkende Kompression der Bandage regt den Stoffwechsel an, baut Muskelverspannungen ab und wirkt schmerzlindernd.

Anwendungsgebiete

  • Kreuzschmerzen
  • Hexenschuss (Lumbalgie)
  • Ischiasschmerzen
  • Hohlkreuz (Lordose)
  • Symphysenlockerung: Unter der Symphyse versteht man die Verbindung von zwei Knochen in Form von Faserknorpel. Lockert sich dieser oder wird überdehnt, z. B. während einer Geburt, kommt es zu Schmerzen an der Schambeinfuge, die mehrere Wochen anhalten können.
  • Postdiskotomiesyndrom: Nach Bandscheibenoperationen kann Narbengewebe entstehen. Drückt dies auf die Nerven, entstehen Rückenschmerzen, die oft als "brennend" beschrieben werden.

Hilfsmittelnummer
05.14.01.0063 (alt)
23.14.03.0017 (neu)


Die Vario-Flex Pelotte wirkt stabilisierend und entlastet den unteren Rückenbereich. Durch die unterschiedlichen Noppenhärten wird außerdem die Muskulatur angenehm ergonomisch massiert und somit die Durchblutung angeregt.

Anwendungsgebiete

  • Kreuzschmerzen
  • Bandinstabilitäten der Wirbelkörper (Ligamentose)
  • Dysbalancen im Lendenbereich: entstehen mangels Bewegung oder einseitiger Belastung und haben die Abnutzung des Knorpels zur Folge
  • Gefügelockerungen der Lendenwirbelsäule: treten in Verbindung mit Verschleißerscheinungen der Bandscheiben, Wirbelkörper oder Wirbelkörpergelenke auf. Eine Operation ist aber meist nicht nötig.
  • Postdiskotomiesyndrom: Nach Bandscheibenoperationen kann Narbengewebe entstehen. Drückt dies auf die Nerven, entstehen Rückenschmerzen, die oft als "brennend" beschrieben werden.

Hilfsmittelnummer:
Lumbamed plus (Damen)
05.14.01.3022 (alt)
23.14.03.2018 (neu)
Lumbamed plus (Herren)
05.14.01.1041 (alt)
23.14.03.2017 (neu)

Aktualisiert ( Montag, den 20. September 2010 um 15:03 Uhr )